Wollstübchen

Weihnachtsmarkt am Neumarkt 1970er Jahre

Weihnachtsmarkt in Köln auf dem Neumarkt

1978 – 1983

Im Jahre 1970 fand nach zwanzigjähriger Pause wieder ein Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Neumarkt statt! Schnell waren die Hütten zum Verkauf von Speisen, Getränke und Gebrannten Mandeln vergeben. Die Anfangsjahre waren noch sehr verhalten im Umsatz und in den Besucherzahlen.

Niemand hätte damit gerechnet, dass die Weihnachtsmärkte einmal einen solchen Besucherstrom wie in den letzten Jahren erreichen würde.

Meine Eltern, Maria und Josef Schoeneseifen bekamen ihren ersten Stand und verkauften „Kölsche Spezialitäten“ wie Erbsen- und Linsensuppe, Sauerkraut, Blutwurst und Schmalzbrote.

Erst 1978 nutzte ich mein Hobby „Stricken“ und bewarb mich für den Weihnachtsmarkt. Ich erhielt eine kleine Hütte direkt am Kinderkarussel auf dem Neumarkt und verkaufte Wolle und  selbstgestrickte Kinder und Babysachen, Pullis, Jacken Mützchen, Schals und Handschuhe. Im zweiten Jahr kamen gestricktes Kinderspielzeug und Kuscheltiere dazu.

Stricken war groß in Mode und so weitete sich das Angebot in den kommenden Jahren aus. In Folge übernahm ich in Kerpen-Sindorf und Kerpen-Horrem je ein großes Handarbeitsgeschäft. Neben dem Schaustellerbetrieb führte ich mit Hilfe von acht bis zehn Verkäuferinnen im Wechsel die beiden Geschäfte.

Während den Sommermonaten vergab ich Aufträge zum Stricken von all den bunten gestrickten individuellen Kinder- und Babysachen sowie Kinderspielzeug für Kleinkinder.

1983 wechselte das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt. In der Hütte wurde vor Ort auf Bestellung, mit der Strickmaschine Einzelteile von Jacken in hoch qualitativer Lana Grossa Lang-Floor-Wolle gestrickt. Sie wurden, quasi als Bausatz, zur persönlichen Fertigstellung sehr erfolgreich verkauft.
Alle Bilder auf dieser Seite ©Archiv Ramus